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Coaching & Mediation

16.11.2021

Mediation - Was passiert da eigentlich?

Mediation - Ablauf.pngOft prallen im Konflikt verschiedene Positionen aufeinander. Je nachdem, wie stark der Konflikt eskaliert ist, haben sich Feindbilder entwickelt und verselbstständigt.

Als Mediatorin bin ich die neutrale Dritte - weder auf der einen Seite noch auf der anderen - also allparteilich. Ich stelle einen vertrauensvollen, geschützten Rahmen zur Verfügung. Meine Aufgabe in der Mediation ist es, Struktur in das Mediationsgespräch zu bringen und dabei zu unterstützen, dass alle Themen und Perspektiven zur Sprache kommen können. Es geht um Verständnis und Verständigung.

Zuerst berichten die Parteien mir als Mediatorin dazu von ihren Themen. Ich höre genau zu, stelle Fragen, fasse zusammen und beleuchte die jeweiligen Interessen und Perspektiven. Die Parteien hören - oft zum ersten Mal - was für den oder die anderen hinter dem Thema und den - meist festgefahrenen - Positionen steckt.

Es eröffnen sich dabei neue Blickwinkel auf das Problem und Aha-Momente entstehen. Manchmal ist das der Zeitpunkt für eine Entschuldigung, die von Herzen kommt. Immer wieder stelle ich fest, dass die Parteien Gemeinsamkeiten haben, die zuvor nicht zu erahnen waren.

Wichtig ist in der Mediation besonders, dass alle zu Wort kommen, respektvoll miteinander umgehen und sich zuhören. Auch dafür sorge ich als Mediatorin.

Mit einem erweiterten Blick auf die Perspektiven aller Beteiligten geht es im nächsten Schritt darum, nach Lösungen zu suchen, bei denen möglichst viele Interessen “unter einen Hut” gebracht werden. Zuerst sammeln die Beteiligten, die inhaltlich am nächsten am Konflikt sind, möglichst viele Ideen. Dann geht es darum, die Ideen zu finden, die am fairsten, realistischsten und hilfreichsten sind. Immer mit Blick auf die Interessen derjenigen, die von der Lösung betroffen sind. Manches Mal ergeben sich Lösungen, die vor der Mediation niemand erahnt hätte.

Da eine Lösung nur so gut ist, wie ihre Umsetzung, geht es zum Abschluss darum, Verbindlichkeit zu schaffen. Z.B. mit einem konkreten Maßnahmenpaket ist das möglich. Viele Mediand*innen wünschen sich eine schriftliche Vereinbarung zum Abschluss der Mediation. Hier wird in den Worten der Mediand*innen festgehalten, wer was mit wem vereinbart hat sowie wann und wie etwas umgesetzt werden soll.

Ein Follow-Up kann helfen, die tatsächliche Umsetzung der Vereinbarung gemeinsam mit mir als Mediatorin zu prüfen und - falls erforderlich - die Vereinbarung zu ergänzen oder anzupassen.

Gerne bin ich als Mediatorin für dich da - lerne mich in einem unverbindlichen Vorgespräch kennen.

Deine
Katharina Temme

Katharina Temme - 21:09 @ Mediationsverfahren | Kommentar hinzufügen


 
 
 
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